19.04.: Romantische Kammermusik
Ein junges Trio konzertiert in der Mennonitenkirche
Am 19. April laden drei junge Musiker zu einem Kammerkonzert in die Mennonitenkirche ein.
ZUM PROGRAMM
Das Trio Es-Dur op. 40 von Johannes Brahms (1865) in seiner Besetzung mit Horn, Violine und Klavier ist besonders durch die Verwendung des Naturhorns geprägt, dessen warmer und melancholischer Klang den tief introspektiven Charakter der vier Sätze formt.
Das Impromptu in Ges-Dur op. 90 Nr. 3 (1827) von Franz Schubert verkörpert mit seiner fließenden Begleitung und den weit gespannten, gesanglichen Melodielinien in besonderer Weise Schuberts lyrische Tonsprache und zählt zu den zentralen Werken der Klavierliteratur.
Das Horn tritt in zwei kontrastierenden Werken hervor, dem Nocturno op. 7 von Franz Strauss sowie der Villanelle von Paul Dukas. Strauss’ Nocturno verbindet kantable Linien mit Momenten opernhafter Brillanz, während Dukas’ virtuose Villanelle pastorale Anklänge aufgreift und sowohl lyrisches Spiel als auch höchste technische Virtuosität über den gesamten Tonumfang des Horns verlangt.
Die Violinstücke zeichnen sich durch einen besonders intimen, liedhaften Charakter aus: Edward Elgars Chanson de Matin op. 15 (1899) besticht durch elegante Leichtigkeit und große Ausdruckskraft und erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Auch die Mélodie aus Souvenir d’un lieu cher von Peter Tschaikowsky (1878) entfaltet sich wie ein »Lied ohne Worte« und zeigt Tschaikowskys besondere Gabe für eindringliche, gesangliche Melodien.
DIE MUSIKER
SIMON DE PAEPE (1996) ist klassischer Pianist und Dirigent. Er absolvierte sein Masterstudium in Klavier 2019 am Königlichen Conservatorium in Antwerpen sowie eine Reihe von Meisterkursen. Zwischen 2019 und 2021 dirigierte er mehrere Opern. Besonders vertiefte er sich in das Werk des Komponisten August de Boeck. De Paepe dirigiert das Symphonieorchester West-Brabant und ist seit 2023 der feste Hauspianist von »Bevleugeld FV« der Sankt-Jakobus-Kirche in Kapellen/Belgien.


AYBÜKE AKOLUK (1998) ist Violonistin und spielt aktuell in einem Duo, einem Streichquartett sowie in verschiedenen Orchestern. Seit 2011 spielte sie in Orchestern in der Türkei und in Europa (Spanien, Portugal, Griechenland, Niederlande) und absolvierte eine Reihe von Meisterklassen. Sie erwarb 2022 ihren Master an der Fontys School of Performing Arts bei Jolente de Maeyer. Im gleichen Jahr absolvierte sie ihr Internship bei der Süd-Niederländischen Philharmonie. Aybüke Akoluk zeichnet sich durch ihre Präsenz und ihr begeistertes, energiegeladenes Spiel aus.
DRIES LAUREYSSENS (1994) fiel früh durch sein musikalisches Talent auf und wechselte schon als Kind von der Klarinette zum Horn, das er als sein Instrument entdeckte. Er studierte am Königlichen Conservatorium in Antwerpen bei Rik Vercruysse, woran sich zahlreiche Meisterkurse anschlossen. Laureyssens arbeitet als Freelancer regelmäßig mit Orchestern zusammen. Neben seinen Orchesteraktivitäten ist er als Dirigent tätig, zuletzt bei der Königlichen Staatsharmonie Leo XIII zu Lier/Belgien.

Wann? Sonntag, 19. April, 15.00 Uhr
Wo? Mennonitenkirche Krefeld, Königstraße 132, 47798 Krefeld
Kosten? Eintritt frei (am Ausgang bitten die Musiker um eine Spende)
YouTube-Kanal der Gemeinde