Neue Corona-Regeln – kirchliches Leben wieder weitgehend normal möglich


In Nordrhein-Westfalen gibt es ab Freitag, 20. August, neue Möglichkeiten für das gesellschaftliche und das kirchliche Leben. Grundsätzlich gilt ab einer Inzidenz von 35 die 3G-Regel, die für Geimpfte und Genesene in vielen Bereichen eine Rückkehr zur Normalität bedeutet. Alle anderen müssen einen negativen Test vorlegen, damit ihnen dieselben Möglichkeiten offenstehen.

Erklärtes Ziel der neuen Corona-Schutzverordnung: „Rahmenbedingungen für das öffentliche und private Leben zu setzen, die vor allem geimpften und genesenen Personen wieder eine weitgehend uneingeschränkte Nutzung von gesellschaftlichen, kulturellen, sozialen und sportlichen Angeboten und Einrichtungen ermöglichen und so eine größtmögliche Normalisierungaller sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebensbereiche
ermöglichen“.


Für das kirchliche Leben bedeutet dies, dass auch bei einer Inzidenz über 35 vieles wieder möglich ist: Gottesdienste ohne Beschränkung der Platzzahl und ohne Mindestabstand, Verzicht auf Masken und Kontaktdatenerfassung. Ein lebendiges Gemeindeleben – trotz steigender Infektionszahlen. Zum Schutz nicht immunisierter Menschen sollen die 3G-Regeln auch auf Gottesdienste angewendet werden.

Viele der Gottesdienstteilnehmer sind bereits immunisiert, Kinder- und Jugendliche erfüllen bereits durch die regelmäßigen Tests in Schulen die Anforderungen von 3G. Allen anderen ist mit einem Negativtest die Teilnahme möglich. Als getestet gilt, wer über einen negatives Testergebnis eines höchstens 48 Stunden zurückliegenden
Tests verfügt (Antigen-Schnelltest oder PCR-Test). Eine Sonderregelung gibt es hinsichtlich des Gesangs: Für das gemeinsame Singen reicht ein Antigen-Schnelltestnicht, dafür ist ein PCR-Test nötig.

Die neuen Regeln ermöglichen mehr eigenverantwortliches Handeln. Zugleich ist„jede in die Grundregeln des Infektionsschutzes einsichtsfähige Person“ verpflichtet, sich so zu verhalten, dass sie sich und andere keinen unangemessenen Infektionsgefahren aussetzt.

Bei einer Inzidenz in NRW über 35 (das ist zur Zeit gegeben) gilt:

  • für Gottesdienste in geschlossenen Räumen:
  • – Nachweis der Immunisierung oder Negativtest (nicht älter als 48 Std.) erforderlich
  • – für Kinder bis zum Schuleintritt ist kein Test erforderlich
  • – schulpflichtige Kinder und Jugendliche gelten als getestete Personen
  • – kein Mindestabstand, keine Maskenpflicht, keine Rückverfolgung der Kontakte
  • – Wenn Menschen ohne PCR-Test, aber mit Schnelltest am Gottesdienst teilnehmen, werden diese gebeten, nicht mitzusingen.
  • für Jugendarbeit und Tauffreizeiten:
  • – die im Rahmen des Schulbesuchs erbrachte Tests sind ausreichend
  • – bei maximal 20 Personen keine Maskenpflicht im Innenraum
  • für Gruppenveranstaltungen und Sitzungen:
  • – generelle 3G-Regel in Innenräumen
  • – regelmäßiges Lüften und der Raumgröße angepasstes Verhalten

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