01.03.:Weltgebetstag

Ein Hoffnungszeichen gegen Gewalt und Hass

„…durch das Band des Friedens“
Christliche Frauen aus Palästina haben die Weltgebetstagsliturgie für das Jahr 2024 verfasst. Sie beschreiben ihr Land als winzigen Fleck im Nahen Osten, der für drei Religionen von Bedeutung ist: Judentum, Christentum und Islam.
Das Land hat eine leidvolle Geschichte. Die aktuelle Situation ist eine Folge der politischen Lage im Nahen Osten nach dem ersten Weltkrieg und der Gründung desStaates Israel 1948, nach dem zweiten Weltkrieg.
Bis heute ist unsere Wahrnehmung von Palästina geprägt durch Nachrichten von gewaltsamen Konflikten, Terroranschlägen und Krieg. Weniger Aufmerksamkeit erhalten dabei Berichte über verschiedene Organisationen und Projekte, die sich aktiv für Versöhnung und Frieden einsetzen.
In diesem Spannungsfeld bewegen sich die Frauen in Palästina, die die WGT-Feier nach dem Brief an die Gemeinde in Ephesus (Kap. 4,1–7) vorbereiten. In ihrer Situation erweist sich die Ermahnung „Ich bitte euch, … ertragteinander in Liebe“ als große Herausforderung.
Die Gottesdienstordnungen für den Weltgebetstag am ersten Freitag im März haben lange Entstehungsgeschichten. Die Wahl auf Palästina als WGT-Land 2024 ist schon vor circa zehn Jahren gefallen. Der politische Status und die politische Situation in den jeweiligen Regionen sind bei der Auswahl nicht ausschlaggebend. Schon 2017 in Brasilien ist das palästinensische Komitee ausgewählt worden, die Liturgie für 2024 zu schreiben, bereits im September 2023 vorlag. Nach dem terroristischen Überfall der im Gazastreifen herrschenden Hamas auf Israel am 7. Oktober und dem dadurch
ausgelösten Krieg in Nahost wurden die Texte überarbeitet. Das diesjährige biblische Motto „… durch das Band des Friedens“ (aus dem Epheserbrief) bekommt vor dem zeitgenössischen Hintergrund eine besondere Bedeutung. Der von palästinischen Frauen vorbereitete Gottesdienst möchte ihren Erfahrungen trotz aller Spannungen hörbar zu machen.
Die biblischen Texte der Gottesdienstordnung, besonders Psalm 85 und Epheser 4,1–7 leiten an, mit ihnen für Gerechtigkeit, Frieden und die weltweite Einhaltung der Menschenrechte zu beten. Die Geschichten dreier Frauen in der Gottesdienstordnung geben einen Einblick in Leben, Leiden und Hoffnungen in den besetzten Gebieten. Sie machen deutlich, wie Menschen aus ihrem Glauben heraus Kraft gewinnen, für Frieden einzutreten.
Gaza, Hamas, Israel und Palästina sind aktuell Themen der Nachrichten. Am 1. März 2024 wollen Christen weltweit mit den Frauen des palästinischen Komitees dafür beten, dass das Menschenmögliche für die Erreichung eines gerechten Friedens getan wird.

Eine der wichtigsten Aufgaben des Weltgebetstages ist es, über die Lage der Menschen in dem aktuellen Weltgebetstagsland zu informieren und die Stimmen der Frauen zu hören. Das internationale WGT-Motto lautet „Informiert beten – betend handeln“. Einleitende Informationen sind Teil des Gottesdienstes.
Informiert wird über das Land, seine Bewohner, ihre Geschichte und Kultur auch im Gesprächskreis am Nachmittag am Donnerstag, 22. Februar, 15.30 Uhr. Wie seit vielen Jahren informiert Lydie anhand von Karten und anderem Material über das Land und seine Menschen. Aufgrund des gegenwärtigen Krieges in Nahost ist das in diesem Jahr auch für politisch interessierte Menschen einen Besuch wert.
Aus unserer Gemeinde arbeiten Daniela Grießbach, Lydie Hege und Bettina Wüstenhöfer bei der Vorbereitung und Durchführung des WGT in unserer Kirche mit, zusammen mit Frauen aus katholischen, evangelischen, freien evangelischen und baptistischen Gemeinden. Sie freuen sich über Besucher. Nach dem Gottesdienst gibt es wie immer kleine kulinarische Spezialitäten aus dem Land. cw

Termin: 1. März 2024, 17.00h in der Mennonitenkirche

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